Ikonen, Kreuze, Rosenkränze Material/Dogmatische Hermeneutiken des Religiösen

Ikonen, Kreuze, Rosenkränze Material/Dogmatische Hermeneutiken des Religiösen

Veranstalter
Universität Bonn, Ev. Theologie, Institut für Hermeneutik, Ökumenisches Institut
PLZ
53113
Ort
Bonn
Land
Deutschland
Findet statt
In Präsenz
Vom - Bis
12.07.2024 - 13.07.2024
Deadline
03.06.2024
Von
Julius Trugenberger, Universität zu Köln

Der iconic turn, der material turn und der practical turn haben auch in der Theologie zu Neuaufbrüchen der Forschung geführt. Dieser Suchbewegung schließt sich die Tagung an und verortet den Diskurs im Bereich der hermeneutischen Reflexion auf – im weitesten Sinne – religiöse Phänomene.

Ikonen, Kreuze, Rosenkränze Material/Dogmatische Hermeneutiken des Religiösen

Der iconic turn, der material turn und der practical turn haben auch in der Theologie zu Neuaufbrüchen der Forschung geführt. Dieser Suchbewegung schließt sich die Tagung an und verortet den Diskurs im Bereich der hermeneutischen Reflexion auf – im weitesten Sinne – religiöse Phänomene:
1) Aus hermeneutischer Perspektive wird zunächst fokussiert, wie sich in materialen, bildhaften Objekten in liturgischen Praxen sowohl materialdogmatische Transformationen als auch Dimensionen der Prolegomena (wieder)finden lassen. Das erfordert die Integration auch derjenigen Funktionalitäten, die sich in der performanten Durchsetzung von Artefakten in religiösen Praxen und gottesdienstlichen Atmosphären zeigen. Die Tagung nimmt entsprechend konkrete Formen gelebten Christentums mit ihren jeweiligen spezifischen Bildgebungen, Materialitäten und Praxen – wie Ikonen, Kreuze, Rosenkränze – aus (post-)konfessionellen Perspektiven in den Blick und zeigt deren Beitrag zu einer religionsphilosophisch und kulturwissenschaftlich informierten Hermeneutik des Religiösen auf. Wie können konkrete Gegenstände und Praxen in die theologische Reflexion integriert werden?
2) Freilich darf man – gerade in protestantischen Zusammenhängen – die Faktoren Sprache und Reflexion nicht übergehen. Oft machen sie die bewusste Wahrnehmung des Materialen als in religiösen Zusammenhängen stehend erst möglich – und gleichzeitig kann die Reduzierung der Hermeneutik auf reinen Textbezug vermieden werden. Denn religiöse Kommunikation wird unmittelbar durch Versinnlichung und dadurch ermöglichte Erlebbarkeit religiöser Vorstellungen geprägt. Was könnte nun der spezifische Beitrag einer theologisch informierten Hermeneutik zu den jeweiligen turns sein?
3) Im Dialog zwischen theologischen und kulturwissenschaftlichen Ansätzen sollen dabei zudem grundsätzliche Fragen zum Verständnis dessen geklärt werden, wie „Religiosität“ als Erschließungskategorie sowohl der turns als auch der theologischen Reflexion funktioniert: Was macht – aus einer hermeneutischen Perspektive und/oder aus der konkreten Gestaltung – einen religiösen Raum aus? Wie verhalten sich Darstellung und Rezeption des Religiösen zueinander und welche Rolle spielt die Theologie bei der Entschlüsselung entsprechender Kommunikation über diese Praktiken?

Bewerbung für einen 20-minütigen Vortrag mit anschließender Diskussion: Bitte senden Sie ein knappes Abstract Ihres Vortrags sowie einen kurzen CV (beides als PDF-Dokumente) bis zum 02.06.2024 an t.alles@uni-bonn.de

Kontakt

t.alles@uni-bonn.de

Redaktion
Veröffentlicht am
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Region(en)
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Land Veranstaltung
Sprach(en) der Veranstaltung
Deutsch
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